Heizhaus

Die beiden ursprünglichen Lokstände hatten eine Gleislänge von je 9 Metern und waren für Loks der Gattung sä. I K gedacht. Beide Lokstände waren mit einem Untersuchungskanal ausgerüstet. Zwischen den beiden Lokständen befand sich im Freien der einzige Wasserkran der Pöhlwassertalbahn. Im Anschluß an die Lokhalle war eine einfache Schmiede und eine Lokführerstube untergebracht, welche gleichzeitig als Aufenthalts- und Umkleideraum diente. Die Loks fuhren mit der Rauchkammer voraus in den Schuppen.
Das genaue Datum des Umbaus der Lokhalle ist nicht mehr bekannt. Vermutlich noch vor 1920 (Betriebsbeginn der Bauart sä. IV K) wurde die Lokhalle auf 20,50 verlängert. Auch die Durchfahrtshöhe der Schuppentore wurde auf 3,75 Meter erhöht. An der Ostseite des Heizhauses wurde 1928/29 durch die Stationierung einer Reservelok der Gattung IV K ein dritter Reparaturstand ergänzt. In den 30er Jahren kam eine neue Treppe zum Obergeschoß hinzu, wo eine Übernachtungsstube für Fremdpersonale und Hilfsschlosser eingerichtet wurde.
Die Kohle zum Anheizen der Loks befand sich in einem Bunker am Stand (Mittelstand) in Tornähe. Im Anbau lagerte in einem Bretterverschlag der Loksand. Zur Trocknung des Sandes stand ein eigener Kohleofen zur Verfügung. Der vor dem Schuppen stehende einzige Wasserkran der Strecke wurde über einen 13 Kubikmeter großen, oben offenen Stahlblechbehälter, welcher auf Stahlträgern über der Schmiede montiert war, versorgt. Der Wasserstandsanzeiger befand sich in der Lokhalle. In den 60er Jahren löste eine Elektrokreiselpumpe den Pulsometer ab.



sächs. Fachwerk-Typenbau mit Sandsteinsockel und Klinkerausfachung



Seitenansicht des 3-gleisigen Heizhauses in Oberrittersgrün
Fotos: Reiner Scheffler, Verlag Kenning “Schmalspurbahn Grünstädtel - Oberrittersgrün”