Haltepunkt Siegelhof

(km 3,64)
Die Haltestelle Siegelhof befand sich am talseitigen Beginn einer engen Schleife. Ausgestattet war sie mit zwei Weichen, einer kleinen Wartehalle und einem Freiabtritt. Der Wirt der Gaststätte “Siegelhof” durfte in den ersten Betriebsjahren aufgrund von Umsatzeinbußen (weniger Pferdegespanne) auf dem Bahnsteig Bier ausschenken. Das Stumpfgleis an der Ladestraße wurde ca. 1920 durch eine dritte Weiche mit dem Streckengleis in Richtung Rittersgrün verbunden. Der Gleisverlauf beim Haltepunkt und spätere Umbauten (nur noch zwei Weichen, Umbau eines 55 m langen Abschnittes von 100 auf 90 m Radius) waren mit der Hauptgrund, daß im Pöhlwassertal keine Rollfahrzeuge eingesetzt wurden. Auf der Bergfahrt war der Bahnübergang eine ständige Gefahrenquelle, an der es häufig zu Unfällen kam.
Die Haltestelle Siegelhof wurde zur Güterverladung von der Pappenfabrik Siegelhof, der Brauerei Hanisch und den Sägewerken Lein und Sternkopf genutzt. Ca. 300 m nach dem Hp. Siegelhof war über eine Linksweiche die Pappenfabrik “Neue Hütte” an die Strecke angeschlossen. Gleich nach der Weiche folgte auf dem Anschlussgleis eine Brücke über das Pöhlwasser mit einem genormten Eisenüberbau und 10 m Spannweite. Das Ladegleis endete stumpf. Der Weitertransport zu den Werkhallen erfolgte mit einer Lorenbahn im Handverschub.



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