Wagen
Im Eröffnungsjahr der Strecke standen 5 2-achsige Personenwagen, 5 gedeckte Gw und 26 offene Gw zur Verfügung. Die Personenwagen ohne Trennwand führten damals nur die 3.Klasse mit Holzbänken und 22 Sitzplätzen. Bei den Güterwagen betrug die maximale Nutzlast 5 t. Alle Wagen waren 2-achsig.
Beim 25-jährigen Streckenjubiläum (1914) waren 7 Personenwagen und 74 Güterwagen vorhanden. Davon waren 2 Pw 4-achsig und hatten Oberlichter und 30 Sitzplätze. 1913 trafen dann die ersten 4-achsigen offenen Gw (Gattung OOw) ein. 4-achsige gedeckte Gw wurden auf dieser Strecke erst ab 1930 eingesetzt.
Später wurden fast ausschließlich die Personenwagen der Länderbauart mit Holzverkleidung (ab Ende der 50er Jahre mit Blechverkleidung) eingesetzt.
Die Anzahl der eingesetzten Personen- und Güterwagen veränderte sich ständig. Die 1935 vorhandenen 20 offenen 2-achsigen Gw verschwanden bis 1950 komplett von der Strecke.
Im Güterverkehr wurden vorwiegend 4-achsige Gw eingesetzt: gedeckte Güterwagen (GGw) mit und ohne Bremserbühne, hochbordige offene Wagen (OOw) mit 10-15 t Tragfähigkeit sowie Rungen- oder Drehschemelwagen (HHw).
Auf der Pöhlwassertalbahn waren zu keiner Zeit Rollfahrzeuge zugelassen oder Spezialgüterwagen vorhanden. Trotz der Gebirgslage fehlte auch ein eigener Schneepflug.
Zu Beginn waren alle Personen- und Güterwagen mit der Heberlein-Seilzugbremse ausgerüstet. Nach und nach wurde diese Wagen auf Saugluftbremse umgestellt. Die vorhandenen Trichterkupplungen wurden in den 60er Jahren auf Kupplungen Typ Scharfenberg umgebaut.
Die offenen Gw liefen vor allem im Kohleverkehr und nach der Ausmusterung der Drehschemelwagen auch im Holztransport. Die gedeckten Güterwagen beförderten überwiegend Stückgut sowie Frachten des Verpackungswerkes Rittersgrün (vormals Junghans & Söhne), daneben auch Öfen und Herde des Eisenwerkes Pfeilhammer und Holzerzeugnisse der Fa. Flemming. Für den Transport der Post war ein eigener 2-achsiger Postwagen vorhanden.
Nach der Stillegung der Strecke wurde der vorhandene Fahrzeugpark auf andere Schmalspurstrecken in Sachsen (Preßnitztalbahn, Fichtelbergbahn, Thumer Schmalspurnetz) umgesetzt. Einige Wagen konnten für das heutige Schmalspurmuseum gesichert werden und stehen heute dort als Exponate.