Pappenfabrik Breitfeld

(km 6,83)

Nach Abbruch des einstigen Hammerwerkes Arnoldshammer wurde die Schneidemühle und die Holzschleiferei von Carl-Wilhelm Breitfeld mit einer Holzpappenfabrik und Holzschleiferei und damit mit einem Ladegleis erweitert. Die damalige Anschlußweiche lag bei km 6,76. Zum Werk selbst führte über eine Brücke eine handbetriebene Feldbahn. 1920 wurde dann beim Umbau des Zweiggleises auch das nebenan liegende Sägewerk Wollner (“Hofmühle”) mit einem Ladegleis einbezogen. Die neue Anschlußweiche beider Werke befand sich nun bei km 6,83. Das Zweiggleis führte nach der Weiche über eine aufwendige Brücke im Bogen über das Pöhlwasser zur Fa. Breitfeld. Der Gleisabschluß endete im Werksgebäude, wo auch die Umladung stattfand. Gleichzeitig diente es aber auch als Ausziehgleis des Sägewerkes. In der Pappenfabrik wurden hauptsächlich hochwertige Braunpappen und Kartons hergestellt.
Bis 1958 arbeitete die “Hofmühle” als Sägewerk für Schnittholz. Danach fertigte es bis Ende der 60er Jahre Stuhl- und Tischbeinrohlinge, Grubenleitern und Zäune. Zu Beginn war die “Hofmühle” eine durch Wasserkraft angetriebene Getreidemühle. Erst durch Franz Wollner wurde sie zum Sägewerk umgebaut. Als das Werk zusammen mit der Pappenfabrik die Bezeichnung “VEB Vereinigte Holzindustrie Marienberg” erhielt, wurden auch im ehemaligen Sägewerk Särge gebaut. Im Volksmund hieß das Werk deshalb nur noch “VEB Erdmöbel” oder “Sargbud”.



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